Fertigkeller Preise & Kosten – Kostenrechner/Preisliste

Keller – ja oder nein? Vor dieser Frage stehen Bauherren, bevor es endlich losgehen kann. Im Folgenden wird erläutert, welche Argumente für einen Keller – und im Speziellen für den Fertigkeller – sprechen und mit welchen Kosten zu rechnen ist.

Lohnt sich der Bau eines Kellers überhaupt?

Die Kosten für einen Keller schrecken viele Bauherren ab und führen dazu, dass ganz genau überlegt wird, ob eine Unterkellerung überhaupt benötigt wird. Im Endeffekt und auf lange Sicht rechet sich ein Keller aber meistens – schließlich handelt es sich hier um zusätzliche Räumlichkeiten, die später häufig ein Drittel der gesamten nutzbaren Fläche des Gebäudes ausmachen. Die Frage nach einem Keller sollte also nicht voreilig mit nein beantwortet werden.

Vorteile eines Fertigkellers

Im weiteren Verlauf fragt sich natürlich, auf welche Art das “Projekt Keller” angegangen werden soll. Am preisgünstigsten ist in aller Regel der Bau in Eigenleistung – allerdings müssen hierfür Zeit und Know-How beim Bauherren vorhanden sein. Die meisten örtlichen Baufirmen legen Keller an, wobei dem Bauherren die Aufgabe der Planung und Koordination zufällt. Passt etwas nicht, können unter Umständen teure Nachbesserungsarbeiten nötig werden. Eine weitere Möglichkeit stellt der klassische Fertigkeller dar, doch was genau spricht eigentlich für diesen? Zum einen ist ein Fertigkeller sowohl terminbedingt, als auch finanziell sehr gut planbar. Üblicherweise werden vorab ein Fixpreis und ein festes Lieferdatum vereinbart.  Als Bauherr weiß man also ganz genau, was auf einen zukommt. Viele Anbieter von Fertigkellern werben mit einem Aufbau in einem Tag und können dieses Versprechen halten. Der Fertigkeller ist also sicherlich der zeitsparendste Weg, an einen Keller zu kommen. Die einzelnen Elemente werden im Werk vorgefertigt, angeliefert und in wenigen Stunden verbaut, sodass der Hausbau schnell fortschreiten kann.

Wie setzen sich die Baukosten für einen Keller zusammen?

Schauen wir uns nun an, welche Arbeiten und Materialien dafür verantwortlich sind, dass ein Keller in aller Regel kein Schnäppchen ist.

Ingenieurarbeiten

Ingenieure und Statiker leisten die Vorarbeit und planen den Keller, sodass dieser später auch in der Lage ist, das Gebäude zu tragen. In einem Beratungsgespräch hat der Bauherr die Möglichkeit, seine Erwartungen deutlich zu machen und seinen Wunschkeller im Detail zu beschreiben. Anschließend erstellen die Experten Montagepläne und fertigen ein Schnurgerüst an, um den Kellerbau fachkundig vorzubereiten. Dieser Schritt kann keinesfalls auf eigene Faust angegangen werden! Es ist unbedingt notwendig, dass der Keller professionell geplant wird.

Erdarbeiten

Der Aushub der Baugrube gestaltet sich, je nach Tiefe, mehr oder weniger aufwändig und kann sowohl von einem entsprechenden Dienstleister, als auch vom Bauherrn selbst übernommen werden. Im letzteren Fall sollte dieser sich im Klaren darüber sein, dass auch für die Miete von benötigten Gerätschaften, zum Beispiel einem Bagger, gewisse Kosten anfallen. Hier sollte also sehr genau darüber nachgedacht werden, inwieweit sich die Eigenleistung überhaupt lohnt.

Entwässerung

Es müssen Drainagen und Schmutzwasserleitungen gelegt und Spülrohre für die Eckpunkte der Drainagen angebracht werden. Auch dieser Schritt kann prinzipiell vom Bauherren übernommen werden, sofern dieser über das nötige Wissen verfügt und sich gegebenenfalls fachkundige Unterstützung holt.

Fundamentarbeiten

Die Fundamentarbeiten setzen sich aus mehreren arbeitsintensiven Schritten zusammen. Neben der kapillarbrechenden Schicht, sowie Schutz- und Dämmschichten, muss ein Fundamenterder angebracht werden. Guss, Bewehrung und Versiegelung der Bodenplatte schließen den Fundamentbau ab.

Wand- und Deckenelemente

Hier werden tragende Außen- und Innenwände, sowie, gegebenenfalls, zusätzliche nichttragende Innenwände benötigt. Hinzu kommt ein Deckenelement mit Bewehrung. Sämtliche Elemente müssen korrekt angebracht und verbunden, sowie mit den benötigten Durchbrüchen versehen werden.

Abdichtung und Dämmung

Die Schnittstellen müssen abgedichtet und Wände und Decke gegebenenfalls zusätzlich gedämmt werden. Die Dämmung kann, je nach verwendeten Fertigelementen, entfallen.

Einbauelemente

Ein Keller braucht mehr als vier Wände und ein Dach! Bei Häusern in Schräglage oder Hochkellern müssen Fenster und/oder Lichtschächte eingebaut werden und eine Treppe sorgt dafür, dass die Kellerräume überhaupt zugänglich werden. Eventuell müssen auch Türen angebracht werden.

Die Kosten für einen Keller setzen sich also aus zahlreichen Arbeitsschritten und Materialbedarfen zusammen, die sich ganz individuell gestalten können. Daher ist es schier unmöglich, den Preis für einen Fertigkeller pauschal anzugeben. Die meisten Anbieter stellen die entstehenden Kosten nicht in einzelnen Positionen dar, sondern erstellen ein Gesamtangebot. Bauherren haben allerdings jederzeit die Möglichkeit, nach der genauen Zusammensetzung zu fragen, um die Kostenentstehung nachvollziehen zu können.

Welche Faktoren beeinflussen die Fertigkeller Preise?

Welche Faktoren tragen dazu bei, dass die Kellerbau Kosten höher oder niedriger ausfallen?

Ausführung

Verschiedene Anbieter haben unterschiedliche Kellersysteme im Sortiment, die sich auch preislich unterscheiden. Bauherren sollten vorab mehrere Angebote einholen und das Preis-Leistungsverhältnis vergleichen. Aber: Wer am Keller spart, spart in der Regel an der falschen Stelle! Daher kann es sich durchaus lohnen, in ein hochwertiges, energieeffizientes Kellersystem zu investieren und dafür den ein oder anderen Euro mehr auszugeben. Schließlich handelt es sich hier eindeutig um eine Langzeitinvestition.

Größe

Natürlich wirken sich auch Fläche und Höhe des Kellers auf den Gesamtpreis aus. Jeder zusätzliche m² geht auch mit zusätzlichen Kosten einher.

Bodenbeschaffenheit

Da der Aufwand des Kellerbaus maßgeblich von der Bodenbeschaffenheit abhängt, bestimmt die Bodenklasse den Preis. Je höher diese ausfällt, desto aufwändigere Maßnahmen müssen ergriffen werden, um ein stabiles Fundament zu schaffen, das auf Dauer gegen das Einsickern von Grundwasser geschützt ist. Von einer guten Beschaffenheit wird gesprochen, wenn die Bodenklasse maximal bei 3 liegt. Um zu erfahren, welcher Bodenklasse ein erworbenes Grundstück zuzuordnen ist, muss zunächst ein Bodengutachten erstellt werden.

Art der Vorbereitung

Welche Kosten für den Keller anfallen, hängt auch davon ab, welche Arbeiten zum Kellerbau gezählt werden. So schmälert sich der Preis, wenn bereits Vorbereitungen, wie der Aushub, das Anlegen der kapillarbrechenden Schicht oder gar der Guss der Bodenplatte, getroffen wurden. Hier handelt es sich aber nur um die Art der Betrachtung, schließlich waren die getroffenen Vorbereitungen mit Kosten verbunden, selbst wenn diese nicht mehr zum Kellerbau gezählt werden.

Eigenleistung

Beträchtlich reduzieren lassen sich die Kellerbau Kosten durch das Erbringen von Eigenleistungen. Handwerklich begabte Bauherren sollten ernsthaft darüber nachdenken, den ein oder anderen einfacheren Arbeitsschritt selbst durchzuführen. Hierfür bietet sich unter anderem der Aushub, aber auch die Vorbereitung und der Guss der Bodenplatte und das finale Einsetzen der Einbauelemente, also das Anbringen von Fenstern und Türen, an. Aber Achtung: Im “Spar-Wahn” geschieht es leicht, dass man sich selbst überschätzt! Es sollten immer nur die Arbeiten übernommen werden, die sicher korrekt ausgeführt werden können. Sprich: Man sollte nur Eigenleistung einbringen, wenn man weiß, was man tut. Andernfalls könnte sich das Unterfangen kontraproduktiv auswirken. Werden Fehler gemacht, müssen diese später unter Umständen mit großem arbeitstechnischen und finanziellen Mehraufwand ausgeglichen werden.

Kostenrechner für den Fertigkeller: Das muss beim Kauf bedacht werden

Beim Vergleich verschiedener Angebote lohnt es sich, gewissen Aspekten besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Die folgenden Fragen liefern Denkanstöße:

  • Wie hoch ist der Keller beim angegebenen Preis?
  • Welche Materialien werden verwendet?
  • Auf welche Art und in welchem Ausmaß wird gedämmt?
  • Mit welcher Lieferzeit ist zu rechnen?
  • Wie hoch ist die Arbeitszeitpauschale?
  • Welche Arbeiten sind im Gesamtpreis inklusive?
  • Sind Garantieansprüche gegeben?

So kann es beispielsweise sein, dass ein Angebot, das zunächst äußerst fair aussieht, unter Einbezug der Deckenhöhe und der inklusiven Leistungen deutlich unattraktiver wird. Es lohnt sich also, sich wirklich genügend Zeit für den Vergleich mehrerer Angebote zu nehmen und bei Unklarheiten direkt beim Anbieter nachzuhaken.

Macht eine Teilunterkellerung Sinn?

Es besteht die Möglichkeit, lediglich einen Teil eines geplanten Gebäudes zu unterkellern. Aus rein finanzieller Sicht ist dieses Vorgehen allerdings nicht zu empfehlen. Schließlich reduziert sich der Preis des Kellers keinesfalls linear mit den Quadratmetern. Das bedeutet, dass ein Teilkeller, auf den einzelnen Quadratmeter gerechnet, teurer ist, als es bei einem Keller auf voller Fläche der Fall ist. Es gilt also: Entscheidet man sich schon für den Bau eines Kellers, lohnt es sich, diesen direkt auf der ganzen Fläche anzulegen.

Erdarbeiten Bodenplatte – Beispiele und Bilder

Bagger, Rüttelplatte und Schotterbett werden, wie hier bei der Vorbereitung für die Haus-Bodenplatte, stets benötigt. Das teure am Tiefbau sind die Fixkosten, nicht die variablen Kosten.

 

Sehen Sie hinten den Erdhügel? So viel größer wird er auch nicht, wenn man mit Keller baut. Denn oft kann der Aushub genutzt werden, um den Keller zu verfüllen. Baut man mit Bodenplatte, ist ein verfüllen nicht möglich.

Da die Arbeiten im Tiefbau also fast gleich sind, außer das der Bagger das Loch nur etwas vergrößert, macht es auch hier von den Kosten her keinen zu großen Unterschied. Denn die Fixkosten sind das teure beim Tiefbau, die variablen Kosten eher weniger.

Selbst wenn wir für Aushub und längere Betriebszeit des Baggers hohe 10.000 Euro ansetzen, haben Sie immer noch 20.000 Euro gespart, die Sie zum Beispiel in die Ausstattung stecken können.

Fazit: Was kostet ein Kellerbau?

Die Kosten für den eigenen Keller schwanken von Projekt zu Projekt und hängen stark von den regionalen Gegebenheiten und den Vorstellungen des Bauherren ab. Grundsätzlich kann im Durchschnitt von einem Preis von rund 300€ bis 450€ pro m² ausgegangen werden.

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