StreifHaus– Das müssen Sie über den Fertighausanbieter wissen

Die Streif GmbH ist ein Fertighausunternehmen, das sich seit über 90 Jahren in der Branche bewegt und bis heute über 85.000 Gebäude fertigstellen konnte. Im Rahmen meiner Tätigkeit durfte ich schon einige Erfahrungen mit dem Anbieter Streif Haus sammeln und möchte diese im Rahmen des folgenden Artikels weitergeben.

Der Keller bei einem Fertighaus von Streif Haus

Widmen wir uns zunächst dem Thema Keller. Natürlich ist es jeder Fertighausfirma am liebsten, wenn sie nicht nur das Haus, sondern direkt auch den Keller für einen Kunden bauen kann. Trotzdem herrscht hier üblicherweise keine Bindung an den Fertighausanbieter. Sprich: Als Bauherr hat man in der Regel die Möglichkeit, den Fertigkeller bei einem anderen Unternehmen in Auftrag zu geben. Eine Option, die durchaus eine Überlegung wert ist. Schließlich gestalten sich die Preise über Fertigkellerfirmen oft etwas günstiger. Die meisten Fertighausanbieter werden den Bau des Hauses auch dann übernehmen, wenn sie den Auftrag für den zugehörigen Keller nicht bekommen. Immerhin wirft das Fertighaus immer noch einen ganzen Batzen Geld ab. Letztendlich stellt sich der Kellerbau “Stein auf Stein” und in Eigenregie als dritte Möglichkeit dar, von der ich aber prinzipiell abrate. Nur selten lässt sich auf diese Weise die gleiche Qualität, wie mit einem Fertigkeller, der aus optimal im Werk vorgefertigten Elementen besteht, erreichen.  Außerdem darf der Faktor Zeit nicht vergessen werden. Ein Fertigkeller lässt sich binnen weniger Tage errichten, sodass der weitere Bau termingenau starten kann.

Übrigens: Tiefbauarbeiten sollten im Idealfall von einer Firma, die in der näheren Umgebung angesiedelt ist, erledigt werden. So sind die Arbeiter flexibler und auch im Notfall oder wenn etwas nicht nach Plan läuft schnell zur Stelle. Außerdem sind die Anfahrtswege für die schweren Maschinen kürzer, was sich im Preis wiederspiegelt.

Erfahrung #1: Prüfung der Dokumente

Die Firma Streif Haus war mir natürlich schon seit geraumer Zeit ein Begriff. Zum ersten Mal in direkten Kontakt mit einem Bauprojekt, das von dem Anbieter übernommen wurde, kam ich aber durch meine Bauherren aus dem Rheinland. Diese betrauten mich mit der Prüfung der rund 50 Seiten an Dokumenten, auf die sich ihr Bauvorhaben mit Streifhaus stützte. Der kleine Berg an Papieren setzte sich aus  dem Angebot, dem Werkvertrag, der Baubeschreibung, den Grundrissen und den Hausansichten zusammen. Ich hatte also sämtliche gängigen Dokumente vorliegen. Aufs erste fiel auf, dass – wie von einem so bekannten Unternehmen nicht anders zu erwarten – im gesetzlichen Kontext alles seine Richtigkeit hatte. So weit so gut. Andere wichtige Punkte waren:

BGB statt VOB

Aus den Unterlagen war ersichtlich, dass Streifhaus nach BGB und nicht nach VOB vorgeht. Für den Bauherren bedeutet das zunächst einmal, dass nach Vertragsabschluss grundsätzlich keine Änderungen mehr möglich sind und die Gewährleistung bei vier Jahren liegt.

Übrigens Auch wenn man mit der VOB generell etwas flexibler ist, haben beide Varianten ihre Vor- und Nachteile. Entsprechend kann nicht ohne weiteres gesagt werden, dass eine Orientierung an der BGB immer schlechter, beziehungsweise die VOB als Grundstein immer besser, ist. Es kommt ganz auf den individuellen Einzelfall an.

Zustandekommen des Vertrags

Des Weiteren wurde deutlich, dass der vorliegende Vertrag erst mit der Zustimmung durch die Streif GmbH gültig wird. Diese Klausel, der sich viele Fertighausfirmen bedienen, schützt die Unternehmen vor eventuellen Fehlern durch die Handelsvertreter. Schließlich wird der genaue Vertrag immer von Vertretern, auf die wir später noch genauer eingehen, festgesetzt. Stellt Streifhaus also fest, dass hier Dinge vereinbart wurden, die so nicht stimmig sind, behält sich der Anbieter das Recht vor, den Vertrag nicht anzunehmen.

Zahlungseingang

Der Vertrag stellt klar, dass sämtliche Zahlungen der Bauherren direkt auf das Firmenkonto der Streif GmbH eingehen müssen.

Rechtlich gesicherte Leistungen

Es genügt nicht, sich Leistungsversprechen vom Handelsvertreter schriftlich geben zu lassen. Dieser kann einem im Prinzip den Himmel auf Erden versprechen. Letztendlich ist Streifhaus aber nur dazu verpflichtet, die Leistungen durchzuführen, die im Leistungs- und Lieferumfang genannt werden.

Kommen wir auf die Handelsvertreter zurück. Der Verkauf von Fertighäusern läuft in aller Regel – und so auch bei Streif Haus – über einen selbstständigen Vertreter, dessen Gehalt sich hauptsächlich aus Provisionen für erfolgreiche Verkäufe zusammensetzt. Das oberste Ziel des Vertreters ist es also, ein Angebot so günstig wie möglich darzustellen, um schnell einen Vertragsabschluss zu erzielen. Ob der Bauherr später zufrieden damit ist, steht auf einem ganz anderen Blatt geschrieben. Um sicherzugehen, dass man nicht auf ein Lockvogelangebot hereinfällt und später teuer nachfinanzieren muss, sollte man die Angebote also immer ganz genau prüfen. Nur weil man beispielsweise im Musterhaus eine ebenerdige Dusche vorfindet, heißt das noch längst nicht, dass sich diese auch im tatsächlichen Angebot wiederfindet. Man sollte sich also unbedingt die Zeit nehmen, Angebote Schritt für Schritt durchzugehen und, bei Bedarf, Änderungen zu fordern. Mit dieser Aufgabe kann man sich als Laie schnell überfordern. Als Experte unterstütze ich Bauherren daher gerne bei der professionellen Prüfung von Angeboten und anderen Dokumenten.

Erfahrung #2: Bauvorhaben mit Besonderheiten

Auch bei meiner zweiten Streifhaus Erfahrung wurde ich zwecks der kaufmännischen Betreuung gebucht. Das betreffliche Bauvorhaben wurde durch diese Besonderheiten geprägt:

Bauherr im Ausland

Zum einen hatte ich es mit einer Bauherrin zu tun, deren aktueller Wohnsitz in Frankreich lag. Entsprechend sprachen weder die Dame, noch ihr portugiesischer Mann, deutsch und die komplette Beratung musste in englischer Sprache erfolgen. Zum Glück verfüge ich über gute Englischkenntnisse und kann so auch “Vertragsdeutsch” im Englischen verständlich machen.

Doppelhaus

Zum anderen handelte es sich bei dem geplanten Objekt um ein Doppelhaus. Da ich überwiegend den Bau von Einfamilienhäusern begleite, stellte dies zwar kein Neuland, aber dennoch eine recht spezielle Angelegenheit für mich dar.

Die Verträge, die Streifhaus vorlegte, unterschieden sich allerdings nur geringfügig von den gewohnten Dokumenten zu Einfamilienhäusern. Positiv fiel mir auf, dass die Dokumente einen großen Umfang von knapp 40 Seiten hatten, die mit allen wichtigen Informationen zum Grundriss, dem Angebot und dem Vertrag gefüllt waren.

Übrigens: Manche Fertighausanbieter tricksen an dieser Stelle gerne und ziehen die Unterlagen künstlich in die Länge. Man hat also einen Stapel an Dokumenten, die eigentlich gar nicht so viel aussagen, und weiß nach der Lektüre längst nicht alles, was man wissen sollte. Bei Streif Haus konnte ich diese Erfahrung aber nicht machen.

Streif Haus bewegt sich im guten Mittelfeld

Was die Verträge betrifft, bewegt sich Streifhaus meiner Einschätzung nach in einem gesunden Mittelfeld. Abweichungen sind natürlich immer möglich und lassen sich normalerweise auf den zuständigen Handelsvertreter zurückführen. Dem selbstständigen Vertreter ist es ein Anliegen, einen Vertrag genau wie vorgelegt durchzusetzen, sodass man hier immer – ganz unabhängig vom Anbieter – auf der Hut sein muss. Da sich Streifhaus der Problematik bewusst ist, wird in den Verträgen des Anbieters mehrfach darauf hingewiesen, dass nur die Leistungen beansprucht werden können, die, auch nachdem der Käufer seine Unterschrift gesetzt hat, von der Zentrale des Anbieters bestätigt werden. Leider kommt es immer wieder vor, dass sich Bauherren in spe von einem gewieften Handelsvertreter um den Finger wickeln lassen und Verträge unterschreiben, die nicht zu ihrem besten sind. Mit meiner professionellen Begleitung kann das nicht passieren. Ich weiß genau, worauf es zu achten gilt und helfe meinen Bauherren mit meinem umfassenden Know-How dabei, den absolut besten Deal zu finden.

Die Bedeutung von Vertragsverhandlungen- Ein Beispiel

Auch wenn ein Vertrag rechtlich gesehen vollkommen in Ordnung ist, muss das nicht zwangsläufig bedeuten, dass er in der, für den Bauherren optimalen, Version vorliegt. Wichtige Punkte müssen dabei stets im Vorhinein verhandelt werden. Ein gutes Beispiel: In den Verträgen der meisten Fertighausanbietern ist festgehalten, dass der Schlüssel zum Objekt dem Bauherren erst nach der Fertigstellung übergeben wird. Das ist einerseits sehr verständlich. Schließlich haftet die Fertighausfirma für Schäden – zum Beispiel für Kratzer im Parkett -, die während des Bauprozesses durch das Betreten Unbeteiligter verursacht werden. Andererseits kann diese Vereinbarung für den Bauherren zu unerwünschten Umständen führen. Wie soll beispielsweise der Küchenbauer ins Haus kommen, wenn man keinen Schlüssel hat? In diesem Fall könnte die Küche erst nach Abschluss der Baustelle durch den Fertighausanbieter eingebaut werden. Eine zeitliche Verzögerung, die man mit der richtigen Verhandlungsstrategie umgehen kann. Mit den meisten Fertighausfirmen lässt sich hier ein reeller Kompromiss finden. Allerdings eben nur, wenn man die Sache rechtzeitig regelt.

Übrigens: Eine Alternative wäre es, die Versicherung des Objektes während dem Bau selbst zu übernehmen. Da diese Vorgehensweise aber mit einem nicht unerheblichen Aufwand verbunden ist, rate ich dazu, sich zunächst auf die Suche nach einem Kompromiss zu begeben.

Streif Haus Preise und Kosten

Meiner Erfahrung nach zeigt sich Streifhaus bei Verhandlungen sehr kompromissbereit, sodass es sich lohnt, gewisse Ansprüche zu erheben. Die Preise der Angebote befinden sich in einem absolut realistischen Rahmen und bieten an und für sich keinen Anlass zur Kritik. Gerne unterstütze ich Interessenten bei der Preisverhandlung und bringe sie mit Menschen in Kontakt, die bereits mit Streifhaus gebaut haben.

Mein Fazit: Zusammenfassung zu Streif Haus Fertighäusern

Schlussendlich kann Streifhaus nur als äußerst korrekter Anbieter beschrieben werden, dessen Preis-Leistungsverhältnis in einem normalen Rahmen liegt. Diese Tipps und Hinweise möchte ich künftigen Bauherren mit auf den Weg geben:

Musterhäuser vs. Kundenhäuser

Die Musterhäuser von Streifhaus, die in zahlreichen Fertighauswelten zu finden sind, wirken grundsolide und äußerst gut verarbeitet. Nun ist natürlich klar, dass für die Pflege eines Musterhauses für gewöhnlich etwas mehr Aufwand betrieben wird, als es bei einem Kundenobjekt der Fall ist. Trotzdem kann bei Streif Haus generell von einer ordentlichen Qualität ausgegangen werden.

Regelmäßige Baustellenkotrollen

Wer regelmäßig auf seiner Baustelle vorbeischaut, behält den Überblick und gibt den Arbeitern einen Anreiz, sich ins Zeug zu legen. Ist man selbst nicht in der Lage, diese Baustellenüberwachung zu leisten, sollte man sich überlegen, eine fachkompetente Person damit zu beauftragen.

Freundlichkeit zahlt sich aus

Es schadet nie, sich mit den Arbeitern, die das Haus errichten, gut zu stellen. Eine Kanne Kaffee, ein paar belegte Brote oder freundliche Worte werden geschätzt und können sich nur zum Vorteil des Bauherren auswirken. Kleine “Problemchen” lassen sich viel leichter klären, wenn die Sympathie zwischen Bauherren und Dienstleistern stimmt.

Die Vor- und Nachteile von Streifhaus

Diese konkreten Vor- und Nachteile zeichnen Streifhaus aus:

Vorteile

  • Erfahrenes Unternehmen
  • Kompromissbreitschaft
  • Faire Ausstattungspreise
  • Preisverhandlung möglich
  • Freie Wahl des Kellerbauers
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis

Nachteile

  • Vertrieb läuft ausschließlich über Handelsvertreter

Sinnvoller Experteneinsatz beim Bau mit Streifhaus

Als Experte stehe ich Bauherren während sämtlichen Phasen ihres Projekts unterstützend zur Seite. Aus Erfahrung kann ich einschätzen, welche Expertenleistungen bei welchem Anbieter besonders sinnvoll sind. Beim Bau mit Streif Haus sollte man sich so unbedingt beim Prüfen des Angebotes und beim Optimieren des Vertrages professionellen Rat holen. Auch die Preisverhandlung kann durch mein Beisein positiv beeinflusst werden. Was das Prüfen der Baubeschreibung, die Richtkontrolle und die Hausabnahme betrifft, kommen Bauherren dagegen in aller Regel alleine zurecht.

Mehr zum Thema Fertighaus

Wer ein Fertighaus kaufen möchte, sollte so viele Informationen wie möglich sammeln. Meine Website bietet sich für Bauherren in spe an, um ihr Wissen zum Thema zu erweitern und sich über Erfahrungen mit verschiedenen Anbietern zu informieren. Weiteres Infos zum Thema Fertighaus erhalten Sie hier.

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