Finger Haus – Alles über den Fertighausanbieter, auch zum Thema Kellerbau

Die Firma FingerHaus aus Frankenberg blickt heute auf rund 200 Jahre Erfahrung in der Holzverarbeitung und auf über 70 Jahre in der Fertighausbranche zurück. Das erste Finger Haus wurde 1948 erbaut. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten entwickelte sich das Unternehmen zu einem renommierten Anbieter für Fertighäuser, der unter anderem Bungalows, Einfamilienhäuser und Energiesparhäuser herstellt. Nachfolgend führe ich die Erfahrungen aus, die ich bislang mit der Firma FingerHaus sammeln konnte.

Fertigkeller von FingerHaus

Am Anfang jedes Bauprojekts steht die Frage danach, ob man einen Keller oder eine Bodenplatte haben möchte. Auf lange Sicht lohnt es sich meistens, einen Keller anzulegen. Für den zusätzlichen Stau- oder Wohnraum ist man später oft mehr als dankbar. In der Regel muss der Keller nicht beim Fertighausanbieter in Auftrag gegeben, sondern kann auch von einem anderen Unternehmen, das sich auf Fertigkeller spezialisiert hat, gebaut werden. Oftmals ergibt dies auch Sinn und ist so zum Beispiel kostengünstiger und wirkt sich positiv auf das Baustellenmanagement aus. Die FingerHaus GmbH stellt hier aber eine Art Ausnahme dar. Da die Firma über ein eigenes Werk zur Herstellung von Fertigkellerelementen verfügt, ist es durchaus eine Überlegung wert, auch den Keller bei Finger Haus zu erwerben.

Übrigens: Die Kosteneinsparung, die man durch den Kauf des Kellers bei einem separaten Anbieter erzielen könnte, lohnt sich aus meiner Sicht nicht. Ich würde in diesem Fall daher ausnahmsweise dazu raten, Haus und Keller aus einer Hand zu kaufen.

FingerHaus und das Demenzdorf

Im Jahr 2018 wurde ich von einer Hilfsorganisation gebucht, deren Ziel es war, ein Demenzdorf zu errichten. Im Zentrum des Dorfes sollten acht bis zehn Bungalows entstehen, sodass FingerHaus in die engere Auswahl für die Auftragsvergabe rutschte. Doch damit nicht genug: Zusätzlich sollte sich das Dorf aus zehn Garagen für Nutzfahrzeuge und einem zweistöckigen Verwaltungsgebäude, das Ärztezimmer, Lagerstätten, Kühlräume und Co. beherbergen sollte, zusammensetzen. Der Kontakt zu FingerHaus war schnell hergestellt. Leider kristallisierte sich dann heraus, dass der Umfang des Projekts für eine Fertighausfirma, die sich eigentlich auf Einfamilienhäuser spezialisiert hat, deutlich zu groß ausfällt. In der Folge teilte uns Finger Haus mit, den Auftrag nicht umsetzen zu wollen. Dennoch muss an dieser Stelle ein großes Lob an das Unternehmen ausgesprochen werden. FingerHaus stellte uns kostenlos einen Architekten und einen Kalkulationsleiter zur Verfügung, die sich einen Tag lang damit beschäftigten, die Umsetzbarkeit des Projekts direkt vor Ort zu prüfen. Interesse und ein Wille, das Unmögliche möglich zu machen, waren also durchaus gegeben und es ist letztlich auch verständlich, dass sich die Firma gegen das Mammut-Projekt und den damit verbundenen internen Aufwand entschieden hat.

Weitere Erfahrungen und Einschätzung zum Anbieter Fingerhaus

Aufgrund meiner Erfahrungen würde ich bei Großprojekten dazu raten, sich anderweitig nach einem Anbieter umzusehen und Abstand von der Firma Finger Haus zu nehmen. Geht es aber um den Bau eines Einfamilienhauses, spricht absolut nichts gegen das namhafte Unternehmen und ein Fertighaus von FingerHaus stellt eine gute Option dar. Gerade im direkten Vergleich mit Fingerhut, einem Anbieter, mit dem FingerHaus gerne mal verwechselt wird, hat die Firma die Nase meiner Meinung nach eindeutig vorn.

Übrigens: Die Finger Haus Qualitätselemente für Fertighäuser werden in einer riesigen Werkshalle in Deutschland hergestellt, die den Weg zur “Produktion 4.0” bereits beschritten hat.

Der Wettbewerb: Finger Haus Baubeschreibung prüfen

Jedes Fertighausunternehmen – und so auch FingerHaus – befindet sich in einem unerbittlichen Wettbewerb mit über hundert Konkurrenten. Aus diesem Grund ist ein genaues Prüfen der Baubeschreibung das A und O für Bauherren. Auf Leistungen, die nicht in der Baubeschreibung festgelegt sind, hat man später nämlich auch keinen Anspruch. Dasselbe gilt für das Angebot. Dieses wird von einem unabhängigen Handelsvertreter erstellt und vorgelegt. Der Vertreter verdient sein Geld in der Hauptsache durch Provisionen und hat daher ein großes Interesse daran, dass der Vertrag genau wie vorgelegt unterzeichnet wird. Er wird also sein bestes geben, um das Angebot im idealen Licht darzustellen und als optimale Lösung zu präsentieren. Weiß man dann nicht, worauf zu achten ist und an welchen Schrauben gedreht werden kann, kann es leicht passieren, dass man sich auf ein überteuertes Angebot einlässt, mit dem man im Nachhinein nicht wirklich zufrieden ist.

Tipps zur Wahl der richtigen Fertighausfirma

Die Auswahl an Fertighausanbietern ist groß und für einen Laien fast unüberschaubar. Bei der Wahl des Anbieters sollte unbedingt auf diese Kriterien geachtet werden:

Größe und Solvenz

Damit man auf der sicheren Seite ist, sollte man eine große und finanziell starke Firma wählen. Geht das Unternehmen nämlich insolvent, steht man als Bauherr vor einem Trümmerhaufen. Daher ist es von essentieller Bedeutung, sich im Vorhinein über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens, das man beauftragen möchte, zu informieren.

Übrigens: In diesem Punkt sieht es bei Finger Haus mehr als gut aus. Seit 2009 konnte das Unternehmen seinen Gewinn verdoppeln und den Umsatz um über 50 % steigern. In den nächsten Jahren ist eine Insolvenz des Anbieters also absolut unwahrscheinlich.

Erfahrungen

Außerdem sollte auf die Erfahrungen, die andere Bauherren und Experten mit dem jeweiligen Anbieter gemacht haben, gehört werden. Natürlich kann jeder Firma einmal ein “Fauxpas” passieren, weshalb ein einzelner negativer Erfahrungswert nicht zu stark zu gewichten ist. Häufen sich die Beschwerden aber, sollte man sich lieber nach einer Alternative umsehen.

Die Vor- und Nachteile des Anbieters

Es ist ganz normal, dass jeder Fertighausanbieter Stärken und Schwächen besitzt. Mit der Vergabe des Auftrags an eine Firma nimmt man also auch immer gewisse Vor- und Nachteile in Kauf. Bei FingerHaus gestaltet sich das Verhältnis folgendermaßen:

Vorteile

  • Mitgliedschaft im BDF (Bund Deutscher Fertigbau e.V.)
  • Hohe Qualität
  • Haus und Keller vom gleichen Anbieter
  • Sichere Solvenzlage
  • Moderne, zeitgemäße Architektur
  • Professioneller Einfamilienhausbau

Nachteile

  • Verkauf nur über Handelsvertreter

Experteneinsatz beim Bau mit FingerHaus: Lohnenswert oder überflüssig?

Ist man selbst im Hausbau und speziell im Umgang mit Fertighausanbietern unbewandert, empfiehlt es sich, sich an verschiedenen Stellen durch einen Experten auf dem Gebiet unterstützen zu lassen. Das kostet zwar Geld, kann sich im Nachhinein aber doppelt und dreifach lohnen. Nämlich dann, wenn man, dank des Experten, Schwierigkeiten und Ärgernisse schon vorab erkennen und aus der Welt schaffen kann. Je nach Anbieter, ergibt die Begleitung durch einen Profi bei verschiedenen Schritten Sinn. Bei FingerHaus ist unbedingt anzuraten, sich bei der Hausabnahme und bei der Optimierung des Vertrags professionell unterstützen zu lassen. Auch beim Prüfen von Baubeschreibung und Angebot, sowie bei der Richtkontrolle sollte man nicht auf den Experten an der Seite verzichten. Die Preisverhandlung kann man dagegen prinzipiell auch alleine bestreiten.

Mehr über Fertighäuser erfahren

Wer sich umfassend über Fertighäuser und damit verbundene Themen informieren möchte, sollte sich die zahlreichen weiteren Artikel des Fertighausexperten nicht entgehen lassen. Hier sind mitunter Erfahrungen mit anderen Anbietern, Hinweise zum Kauf und Tipps zur Umsetzung des Bauvorhabens zu finden. Weitere Informationen zu Fertighäusern erhalten Sie hier.

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