Kellerexperte

Bodenbeschichtung Keller

Kellerräume können vielseitig verwendet werden. Die meisten Menschen gebrauchen sie als Nutzflächen. Dabei sind vor allem die Böden oftmals hohen Belastungen ausgesetzt. So schön Bodenbeläge wie Fliesen, Kork und Co. auch sind, praktischer wäre eine Bodenbeschichtung für den Keller samt einem ebenso praktischen wie gut aussehenden Anstrich.

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Was ist eine Kellerboden-Beschichtung und warum ist sie wichtig?

Der Boden in Kellerräumen wird aufgrund der meist hohen Luftfeuchtigkeit und niedrigen Temperaturen einhergehend mit Belastungen durch eingelagerte Sachen stark strapaziert. Hinzu kommen diverse Arbeiten, welche in den Kellerräumen verrichtet werden und den Kellerboden zusätzlich belasten. So kann es schnell geschehen, dass auf dem Bodenbelag im Untergeschoss diverse Schäden sichtbar werden. Spätestens dann ist es an der Zeit, sich über die richtige Beschichtung für den Kellerboden Gedanken zu machen.

Bodenbeläge wie Fliesen, Kork oder gar Teppich sind für den Einsatz auf dem Kellerboden nur bedingt geeignet. Denn sie halten den Belastungen nur geringe Zeit stand. Besser ist es, die Kellerböden mit einer Bodenbeschichtung zu versehen. Denn diese sind optimal auf die Beanspruchung von Böden im Untergeschoss hin konzipiert.

Welche Arten von Bodenbeschichtungen gibt es?

Bodenbeschichtungen sind bei Kellerräumen meist um ein Vielfaches praktischer als Fußbodenbelag. Und zudem auch noch günstiger und einfacher in der Bearbeitung. Als geeignete Produkte für die Anforderung von Böden im Keller stehen zur Auswahl:

  • Betonfarbe, als kellergeeignet gekennzeichnet

  • Zementfarbe, als kellergeeignet gekennzeichnet

  • Heizöl-Sperre, vorgeschrieben in Kellern mit Heizöltanks

Die richtige Bodenbeschichtung auswählen

Wichtig zu wissen ist, dass nicht jeder Kellerboden mit jeder Farbe gestrichen werden kann. Zwar befindet sich in so gut wie jedem Keller ein schlichter Betonboden. Doch die Frage ist: Dampfsperre oder nicht?

Moderne Kellerböden, erstellt seit den 1990er Jahren, verfügen in der Regel über eine in den Boden eingelassene Schicht als Dampfsperre, welche ein Eindringen von Feuchtigkeit in den Betonboden verhindert. Hier können alle Farben für Zement- und Betonböden verwendet werden. Achtung: Im Heizungskeller darf ausschließlich Bodenfarbe verwendet werden, welche beständig gegen Öl ist. Denn nur damit werden die Brandschutzbestimmungen eingehalten.

Bei einem Kellerboden, welcher vor den 1990 Jahren erstellt wurde, handelt es sich um einen sogenannten diffusionsoffenen Kellerboden. Solche Böden sind sowohl feuchtigkeits- als auch luftdurchlässig und stellen an die Grundierung wie auch an die Bodenfarbe besondere Anforderungen. Wichtig zu wissen bei diffusionsoffenem Boden, dass dieser auch nach dem Bodenanstrich diffusionsoffen bleiben. Wird dies nicht beachtet, kommt es aufgrund der Feuchtigkeits-Stauung unter der Farbe zur Schimmelbildung und im Laufe der Zeit zudem zur nachhaltigen Schädigung der Bausubstanz. Soll also ein alter Kellerboden gestrichen werden, gilt es unbedingt nur Beton- oder Zementfarbe zu verwenden, welche luft- und feuchtigkeitsdurchlässig ist.

Die Bodenbeschichtung richtig auftragen

Es sind lediglich drei Schritte, um die Bodenbeschichtung korrekt aufzutragen.

Schritt 1 – Die Vorbereitung

Bei der optimalen Vorbereitung kommt es darauf an, ob lediglich nachgestrichen werden soll, der Kellerboden vollständig renoviert werden soll oder ob ein vorhandener Kellerboden erstmals gestrichen wird.

Vorhandener, unbeschichteter Boden

Um die Farbe optimal aufbringen zu können, muss der Boden trocken, vollständig von Schmutz befreit und fest sein. Somit beinhaltet eine gute Vorbereitung die gründliche Entfernung von etwaigen Zementschlämmen, Oxidschichten, Kalkablagerungen und Trennmitteln. Auch Wasserflecken und Schimmelspuren müssen restlos entfernt werden. Abschließend wird mit klarem Wasser nachgespült.

Renovierungsbedürftiger Boden

Wird der Boden vollständig renoviert und somit eine neue Zement- oder Betonfläche erstellt, muss eine Trocknungszeit von 5 bis 6 Wochen eingehalten werden. Erst danach kann mit dem Beschichten begonnen werden.

Früher bereits beschichteter Kellerboden

Soll lediglich nachgestrichen, also die Fußbodenfarbe erneuert werden, sollte zunächst auf einer kleinen Fläche getestet werden, ob sich der alte und der neue Anstrich vertragen. Denn nicht jede neue Farbe kann auf einen alten Anstrich aufgetragen werden. Wichtig vor dem kleinflächigen Produkt-Test ist natürlich auch eine gründliche Reinigung der Testfläche.

Schritt 2 – Die Vorbehandlung

Nun geht es an die Grundierung. Diese wird in drei Schichten aufgetragen. Dafür muss, je nach Schicht, die Grundierung mit Wasser verdünnt werden. Die exakten Angaben müssen stets den Angaben der Produkte entnommen werden.

  • Grundschicht: 10-prozentige Verdünnung

  • Zwischenschicht: 5-prozentige Verdünnung

  • Endschicht: 5-prozentige Verdünnung

Die Trockenzeit zwischen den Schichten muss stets eingehalten werden und darf 12 Stunden nicht unterschreiten.

Um ein optimales Ergebnis bei der Grundierung zu erzielen, muss in den Ecken sowie an den Wänden mit dem Streichen begonnen werden. Es wird stets zur Raummitte hin gestrichen und sich dabei rückwärts zum Ausgang hin bewegt. So ist sichergestellt, dass die bereits mit Grundierung bedeckte Fläche des Bodens nicht mehr betreten werden muss.

Für die Flächen ist eine hochwertige Farbwalze bestens geeignet. Schwer zugängliche Punkte werden mit einem Flachpinsel gestrichen.

Schritt 3 – Der Anstrich

Sobald die Grundierung vollständig getrocknet ist, erfolgt der eigentliche Anstrich mit der Farbe. Auch hier wird von den Wänden und Ecken zum Ausgang hin gearbeitet.

Die Farbe wird auf die vollständig getrocknete Grundierung unverdünnt aufgetragen. Nur so wird eine langanhaltende, belastbare Oberfläche erzeugt und Feuchtigkeitsansammlung verhindert.

Der Anstrich muss mindestens 24 Stunden trocknen, bevor der Keller wieder betreten werden darf.

Fazit

Um den Boden der Nutzfläche im Untergeschoss lange stabil und gutaussehend zu erhalten, empfiehlt sich eine widerstandsfähige, belastbare und haltbare Bodenversiegelung. Diese ist einfach aufzutragen, innerhalb von nur 24 Stunden vollständig trocken und einfach zu reinigen. So sehen die Kellerböden auf lange Zeit gut aus und sind zugleich äußerst belastbar. Wichtig ist jedoch stets auch eine optimale Vorbereitung und Vorbehandlung in den Kellern.

Tobias Beuler

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