Fertigkeller-Werk / Besichtigung

Fertigkeller-Werk / Besichtigung

 

Letzte Woche habe ich ein Werk eines Fertigkellerbauers besichtigt und einige Eindrücke mitgebracht, die ich hier teilen möchte. In diesem ersten Teil geht es um den Stahlzuschnitt. Der 2 Teil über die Betonwände folgt in Kürze.

 

Stahlkosten

 

Stahl ist neben Beton die Hauptzutat beim bauen von Keller und Bodenplatten. Dieser wird, je nach Vorgabe durch Statik und Bodengutachten, in entsprechender Menge im Keller und in der Bodenplatte verbaut.

Hier ist es ganz wichtig, dass Sie, wenn Sie ein Angebot für eine Bodenplatte oder einen Keller erhalten, rausfinden, wie viel Stahlanteil enthalten ist. Viele Hersteller und Hausanbieter / Fertighausanbieter haben dafür eine Baubeschreibung. Leider wird darin aber von einem perfekten Grundstück in perfekter Lage und perfekten Bodenverhältnissen ausgegangen. Dies ist aber so gut wie nie der Fall. Das heißt grundsätzlich muss der Stahlanteil in den Bauteilen erhöht werden, was leider zu unerwünschten Mehrkosten führt.

Die Kosten sind unvermeidbar, aber für Bauherren wäre es halt prima, vor einer Kauf- bzw. Werkvertragsunterschrift zu wissen, was da auf Sie zukommt. Leider versuchen viele Hausverkäufer, Ihr Hausprojekt möglichst günstig darzustellen, damit Sie bei Hausbauer XYZ unterschreiben und nicht bei Hausbauer ABC.

Wie auf meiner Website schon hingewiesen, können die großen Fertigkeller-Anbieter aufgrund ihrer Größe bzw. der Masse, die sie verbauen, ihre Rohstoffe um einiges günstiger einkaufen als kleine Anbieter, die nicht wissen, ob sie im Jahr nur 50 oder 100 Keller und Bodenplatten bauen.

Auch der Zeitpunkt des Stahleinkaufs wirkt sich massiv auf Ihr späteres Angebot aus. Kleine Kellerbauer müssen in der Regel dann den Stahl kaufen, wenn ein Auftrag reinkommt. Die großen Anbieter hingegen können langfristig planen. An der Londoner Stahlbörse schwankte der Preis in den letzten Monaten zwischen 360 Pfund und 570 Pfund pro Tonne.

 

Ein Teil des Stahlvorrats im Fertigkellerwerk.

 

Die oben gezeigten Stahlrollen werden dann im Werk nach Bedarf zugeschnitten. Und zwar auf den Millimeter genau. Schön für die Umwelt, da kein Verschnitt anfällt und auch nichts aufwendig recyclt werden muss. Mit den folgenden Videos habe ich versucht, dass Ganze einzufangen:

 

 

Und hier noch aus einer anderen Perspektive. Hinten sieht man wieder die aufgesetzten Stahlrollen, die vorher im Lager standen. Im vorderen Teil dann der exakte Zuschnitt:

 

 

Alles streng geprüft 

 

Die zertifizierten Keller- und Bodenplattenbauer müssen ständig Proben an unabhängige Institute schicken, die an dieser Stelle gesammelt werden:

Stahlproben im Fertigkeller-Werk. Mogeln unmöglich!

 

Würde der Fertigkellerbauer die Stahlproben nicht einschicken, verliert er unverzüglich sämtliche Zertifizierungen. Ich bin ein großer Fan dieser Vorgehensweise. Nur so ist kann man sich als Bauherr sicher sein, auch wirklich Qualität zu erhalten. Auf Kosten ahnungsloser Bauherren, die ja gar nicht wissen, dass man sowas prüfen muss, eine Gewinnmaximierung anzustreben, weil man billigen Schrottstahl verwendet, ist bei diesem Fertigkeller-Unternehmen ausgeschlossen.

Bauherren, deren Bodenplatten- oder Kellerbauer keine GÜF-Mitglieder sind, sollten also ganz genau hinschauen. Leider ist das Thema nicht sexy genug. Viele beschäftigen sich lieber mit Küchenfronten, Haustürfarbe und Fußböden, also mit oberflächlichem Zeug. Und hinterher wundert man sich über Setzungsrisse, die dann fälschlicherweise dem Haubauer vorgeworfen werden. Dabei liegt das Problem oft in der Bodenplatte. Und da man das nie mehr prüfen kann, ist der Bodenplattenbauer immer fein raus.

 

Tipps zum Fertigkeller- und Bodenplattenbau

 

Tipp: Nach dem Tiefbau und mit Beginn der Vorbereitungsarbeiten für die Bodenplatte / Keller-Bodenplatte sollten Sie täglich Ihre Baustelle besuchen und messen und prüfen. Vor dem Tag, bevor der Beton gegossen wird, muss alles in Ordnung sein.

Wenn der Stahl in den Betonwänden verbaut ist, werden die Elemente je Bauvorhaben zusammen gelagert und warten auf den Abtransport.

Lager für Fertigkeller und Betonteile

 

Zusammengefasst war der Besuch in diesem Fertigkellerwerk sehr beeindruckend. Ich kann es jedem ans Herz legen, das auch mal zu machen. Wer Lust hat, kann mir über mein Kontaktformular gerne eine E-Mail schreiben. Durch mein Netzwerk kann ich sicher die ein oder andere Führung ermöglichen 🙂 Auf jeden Fall sieht so für mich die Zukunft des Bauens aus. Alles wird individuell auf Bauherrenwunsch gefertigt, alles ist sauber, passgenau und genormt und zertifiziert. Autos baut man schon seit Ewigkeiten so. Da kommt ja auch keiner und fängt bei Wind und Wetter vor Ihrer Garage das verschweißen der Karosserie an.

Hier gibt es günstige Hilfe, wenn Sie mehr richtig machen wollen als andere Bauherren:

https://www.kellerexperte.com/produkt/relaxen-1-angebote-einholen/

 

Keine Kommentare

Verfasse einen Kommentar