Bodenplatte ohne Fundament ist das überhaupt Mögich?

Bevor der Bau so richtig beginnen kann, muss das Fundament stehen. Bauherren haben hier die Wahl aus verschiedene Varianten. Das Streifenfundament, mit dem wir uns im Folgenden befassen , ist die Art Fundament, für die sich die meisten Bauherren in Deutschland entscheiden.

Was genau ist ein Streifenfundament?

Während die Gebäudelast bei Punkt- und Einzelfundamenten auf Stützen liegt, wird sie beim Streifenfundament von Mauern getragen. Das Fundament wird, wie der Name bereits verrät, in Streifen gegossen, auf denen später die tragenden Wände platziert werden.

Schritt für Schritt zum Streifenfundament der Bodenplatte

Sehen wir uns nun an, welche Schritte hin zu einem soliden Streifenfundament führen und was bei den einzelnen Arbeitsvorgängen beachtet werden muss.

  1. Planung

Damit man später ein Fundament erhält, das allen Ansprüchen gerecht wird, muss eine ausgiebige Planung stattfinden. So muss unter anderem ein Statiker hinzugezogen werden, der die nötige Betongüteklasse und die ideale Breite der Streifen bestimmt. Da ein Fundament stets im frostfreien Bereich gegründet sein sollte, sollte die Tiefe mindestens 80 cm betragen. In Gegenden, die sich durch besonders harte Winter auszeichnen, muss die Tiefe dagegen bei mindestens einem Meter liegen. Generell gilt: Der Fundamentstreifen muss stets etwa 10 cm breiter sein, als die Mauer, die er später tragen soll. Außerdem darf die Bewehrung nicht vergessen werden!

  1. Vorbereitung

Ist die Planungsphase abgeschlossen, können erste Vorbereitungen getroffen werden. Dazu zählt unter anderem das Abstecken der Grundstücksbereiche, die für das Fundament vorgesehen sind. Ein Schnurgerüst markiert die Außengrenzen der späteren Fundamentgräben.

  1. Aushub

Zunächst werden die oberen 20 cm des Bodens in den entsprechenden Bereichen abgetragen. Bevor große Geschütze aufgefahren werden und der Bagger den Rest erledigt, sollten die Markierungen unbedingt erneut kontrolliert werden. Der Bagger geht erst dann ans Werk, wenn Lage und Maße der Gräben mit absoluter Gewissheit feststehen.

  1. Einschalen

In welchem Umfang Schalungen angebracht werden müssen, hängt von der Bodenbeschaffenheit ab. Diese sollte im Zuge der Planung mit einem Bodengutachten genauer untersucht werden. Bei besonders gutem Boden kann es ausreichen, die oberen Enden der Fundamentstreifen einzuschalen. Besteht dagegen die Gefahr eines Erdnachrutsches, müssen sämtliche Seitenwände abgestützt werden. Warum das Ganze? Danz einfach: Durch die Schalung wird Regenwasser abgeleitet, während sie gleichzeitig das waagrechte Ausrichten und Ebnen des Fundaments erleichtern. Hierfür sollte darauf geachtet werden, dass die Bretter über das Geländeniveau hinausragen. Ideal ist eine Überlänge von 10 bis 15 cm.

  1. Guss

Zum Schluss wird das Streifenfundament gegossen. Bauherren ist an dieser Stelle zu raten, immer etwas mehr Beton zu kaufen, als die errechnete benötigte Menge angibt – schließlich muss der Beton verdichtet werden. Zunächst werden die Fundamentgräben in etwa bis zur Hälfte mit Beton gefüllt. Zur Verdichtung kann beispielsweise eine Schaufel genommen werden, mit der kräftig auf den Beton geklopft wird. Auf diese Weise kann Luft, die sich gerne in Blasen ansammelt, entweichen und eine gleichmäßige Masse entsteht. Bevor die Gräben mit dem restlichen Beton bis knapp unter das Geländeniveau aufgefüllt werden, werden Bewehrung und Erdung angebracht. Nochmals verdichten, glattziehen – fertig!

Tipp: Bei besonders heißem Wetter sollte das Fundament in den ersten Tagen großzügig bewässert werden.

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