Weiße Wanne / Schwarze Wanne, Teil 1

Weiße Wanne / Schwarze Wanne, Teil 1

 

Als Bauherr stolpert man immer wieder über die Begriffe „Weiße Wanne“ und „Schwarze Wanne“ – doch was sind eigentlich die Unterschiede? Wo liegen die Vor- und Nachteile?

 

WeißeWanne / schwarze Wanne – 2 Arten der Abdichtung 

 

Es handelt sich um zwei verschiedene Arten der Abdichtung. Fertigkeller sind zumeist als sogenannte „Weiße Wanne“ ausgeführt, bei gemauerten Kellern ist die sogenannte „Schwarze Wanne“ die Regel. Grob vereinfacht kann man sagen, dass die weiße Wanne die grundsätzlich die besser Lösung ist, da sie wesentlich mehr Sicherheit bietet wie eine schwarze Wanne.

 

Die weiße Wanne

 

Weiße Wanne bezeichnet eine spezielle Art des Kellerbaus, der gegen drückendes Wasser abdichtet. Dabei bilden die Außenwände und der Boden des Kellers einen absolut dichten Raum aus wasserundurchlässigem Beton (sogenannter WU-Beton), in den keine Feuchtigkeit eindringen kann. Die weiße Wanne hält sogar stehendem Grundwasser stand. Ein gemauerter Keller, der als schwarze Wanne gebaut wird, kann das nicht. Er darf sich nur wasserdicht nennen, nicht wasserundurchlässig. Weil durch das betonieren ein farblich weißer Baukörper entsteht, wird die Methode des dichten Kellers “Weiße Wanne” genannt.

 

Weiße Wanne eines Kellerbauers.

 

Die schwarze Wanne

 

Im Gegensatz dazu wird bei der schwarzen Wanne eine abdichtende Bitumenschicht auf die Kelleraußenwände aufgebracht, häufig gefolgt von schützende Dämmplatten, beispielsweise aus Schaumstoff. Diese treffen direkt auf das Erdreich. Schwarze Wanne wird diese Technik genannt, weil die dichtende Bitumenschicht schwarz ist und so ein schwarzer Baukörper entsteht.

 

Keller als schwarze Wanne

 

Auf dem nächsten Foto unten sieht um die Kellerfenster herum noch die schwarze Wanne. Darüber werden dann, hier in grün zu sehen, die Dämmplatten geklebt. Man sieht wie zeitaufwändig das Ganze ist. Wer es eilig hat, sollte eher einen Fertigkeller bauen. Und wem Sicherheit wichtig ist, sollte gleich den Fertigkeller als weiße Wanne wählen. Der kostet nicht viel mehr und man hat ewig Ruhe.

 

Fertigkeller als schwarze Wanne mit Dämmung

 

Beim Kellerbau Fugen vermeiden

 

Die schwarze Wanne wird vor dem Tragwerk des Hauses konstruiert. Deswegen erfordert sie enorme Sorgfalt von Seiten der Handwerker – bei Fehlern oder Alterungserscheinungen ist die Sanierung extrem aufwändig bzw. fast unmöglich. Aufgrund der Fugen bei gemauerten Keller kann man kaum feststellen, wo das Wasser ins Gebäude eindringt. Man muss dann von innen mit Feuchtigkeitsmessern ran, die in der Regel aber auch nicht das Leck finden, sondern nur 1 bis 2 Kelleraußenwände von der Undichtigkeit ausschließen können.

 

5 Jahre altes Bauvorhaben wird saniert, weil die schwarze Wanne undicht geworden ist. Darum sollte man auf die richtigen Marken bei Fertigkellern setzen. Kellerexperte kann außerdem dafür sorgen, dass Ihr Keller von keinem Subunternehmer gebaut wird.

 

Muss man aufgrund von knappen Baubudget den Keller in Eigenleistung erbringen, eignet sich logischerweise nur die schwarze Wanne. Hier sollten Sie aufgrund der oben genannten Punkte besonders vorsichtig und akkurat arbeiten. Ein Baumeister zur Unterstützung ist auf jeden Fall zu empfehlen!

 

Weiße Wanne ist die beste Art, Keller zu bauen

 

Dagegen bietet die weiße Wanne Abdichtung und Tragwerk in einem Bauvorgang, ohne dass eine zusätzliche Beschichtung nötig wäre. Sie verursacht durch den kombinierten Vorgang häufig geringere Kosten und ist zudem die schnellere Methode. Errichtet wird sie aus im Werk vorgefertigten Bauteilen, die vor Ort nur noch mit Beton ausgegossen werden. Neben den Vorteilen von wenig Fugen und Sichtbeton ist auch der Faktor Zeit ein Vorteil, den die weiße Wanne bietet. Denn wer finanziert, zahlt in der Regel Bereitstellungszinsen und parallel dazu noch Miete. Da ist jede  Zeitersparnis sehr willkommen.

 

Die zeitintensive Handarbeit, wie das kleben der Bitumen und das hier gezeigte abdichten der ganzen Fugen machen die schwarze Wanne recht teuer und fehleranfällig.

 

Bevor Sie die Entscheidung treffen, ob Sie einen Fertigkeller kaufen, einen gemauerten Keller errichten lassen oder sogar selbst den Keller bauen, sollten Sie auf jeden Fall den Bemessungswasserstand, also den höchsten zu erwartenden Grund- bzw. Hochwasserstand ermitteln. Auch ein Bodengutachten ist Pflicht, um beispielsweise festzustellen, wie langsam Niederschlag versickert.

Sollte der Faktor Zeit keine Rolle spielen und das Bodengutachten einen sehr guten Versickerungsboden bescheinigen, zum Beispiel, weil man einen sehr sandigen Grund hat, dann ist der gemauerte Keller klar im Vorteil, da er, wenn man ihn selbst baut, wesentlich günstiger ist.

 

Wer nicht finanziert und Zeit hat, kann locker eine 4-stellige Summe sparen, wenn er den Keller als schwarze Wanne selbst baut.

 

Der für Sie beste Keller hängt also vom Bodengutachten, Ihrer Zeit, dem Budget und Ihrer angestrebten Nutzung ab. Wer auf sicher gehen möchte oder sogar muss, weil die Bodenverhältnisse entsprechend sind und somit nur eine weiße Wanne infrage kommt, kann sich gerne unverbindlich bei mir melden. Ich vernetze Sie gerne mit anderen Bauherren, um eine Einkaufsgemeinschaft zu bilden. Weiße Wannen sind Produkte aus der Industrie und werden deutschlandweit produziert und geliefert. Hier eröffnen sich Möglichkeiten, die kleine lokale Kellerbauer nie bieten können.

 

Tipp: Wer bei einem Fertigkeller ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis sucht, wird hier fündig, weil Sie direkt weitergeschickt werden, wenn ein anderer Fertigkeller-Anbieter in ihrer Region einen Keller oder eine Bodenplatte günstiger anbieten kann: www.fertigkeller.one

Übrigens: Wer neuere Informationen zu diesem Thema haben sollte, kann gerne kommentieren. Wir freuen uns über jedes Feedback und jede neue Abdichtungstechnik.

 

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