Tipps: Was kostet ein Keller?

Was kostet ein Keller?

 

Viele Bauherren stellen sich die Frage: Was kostet ein Fertigkeller / Keller? Wie viel genau, läßt sich natürlich erst nach der Planung ermitteln. Aber grundsätzlich gilt, dass ein normaler Keller auf einem normalen Grundstück die Gesamtbaukosten senkt und nicht erhöht, obwohl das Gegenteil in vielen Haus-Verkaufsgesprächen suggeriert wird.

 

Das Fertigkeller / Keller als teuer dargestellt werden, liegt an 2 Dingen, die Ihnen als Bauherr klar sein müssen. Dem Umsatzziel der Baufirma und der Provision des Hausverkäufers.

 

99% aller Hausverkäufer in den Musterhäusern sind selbstständige Handelsvertreter, die für den Verkauf eines Hauses eine Provision erhalten. Diese Verkäufer wissen, dass man ohne Keller im Haus teure Keller-Ersatzräume benötigt – was die Provision erhöht.

Bauherren brauchen also Platz für Wasserkisten und kleine Vorräte, Spielzeug, Platz für Winterkleidung, Gartenmöbel und natürlich den Technikraum mit Lüftung und Heizung sowie etwas Platz, um Wäsche aufzuhängen und ein Schuhregal, weil die Garderobe nie groß genug sein sein.

 

Fertigkeller oder Bodenplatte – eine sachliche Rechnung

 

Bringt man diese eigentlichen Kellerräume, die bei einer 4-köpfigen Familie zusammengerechnet circa 60 m2 ausmachen, wobei 15 m2 pro Person für Stau- und Lagerfläche noch sehr knapp berechnet ist, im Haus unter, ergibt sich folgende Rechnung:

1 m2 ausgebauter Keller kostet in der Regel bei den Kellerbauern 700 Euro. Das macht bei 60 m2 Keller einen Preis von 42.000 Euro inklusive Bodenplatte, Wände und Elektrovorinstallationen,  die im Kellerpreis immer schon enthalten sind.

Achtung: Der Keller sollte immer die gleiche Grundfläche haben wie das Haus. Vermutlich haben Sie eher eine Grundfläche von 80 m2, so zumindest der deutsche Durchschnitt. Somit kommen Sie auf einen Kellerpreis von 56.000 Euro und – das ist ganz wichtig – inklusive der Bodenplatte.

 

Haus vergrößern verursacht große Kosten

 

Vergrößern Sie jetzt Ihr Haus nur um die oben genannten 60 m2 (anstatt der 80 m2, die Sie im Keller hätten) und zahlen einen m2-Preis für Ihr Haus von 2000 Euro, kommen Sie auf ganze 120.000 Euro Mehrkosten.

Auch wenn wir sagen, wir vergrößern Ihr Haus nur um die halbe übliche Größe, wenn man Keller-Ersatzräume benötigt, kommen Sie immer noch auf 60.000 Euro Mehrkosten für Ihr Bauvorhaben.

Aber: Das größer geplante Haus braucht auch eine Bodenplatte, auf dem es stehen kann. Diese ist beim Kellerpreis grundsätzlich inklusive, beim Haus aber so gut wie nie. Eine Bodenplatte wird Sie noch mal zwischen 28.000 Euro und 42.000 Euro kosten. Das hängt von der Statik, der Betonkörnung und der Größe ab. Auch Erdbebenzonen, Schneelasten und andere Faktoren können den Preis bestimmen.

 

Bodenplatte nicht vergessen

 

Wir rechnen mal mit 30.000 Euro für die Bodenplatte, dass ist in der oben genannten Spanne eine kleiner Zahl und schön einfach zum rechnen.

Wir haben also 30.000 Euro für die Bodenplatte und 60.000 Euro zusätzliche Kosten für das Haus, weil Sie die Keller-Ersatzräume zwingend benötigen. Das macht 90.000 Euro insgesamt. Die Differenz gegenüber dem Keller sind 30.000 Euro Mehrkosten.

Und dann  haben Sie Ihr Haus gerade mal um 30 m2 erweitert. Somit bietet der Keller nicht nur wesentlich mehr m2, sondern ist auch preislich die viel bessere Alternative.

 

Tiefbau bei Fertigkellern – es kommt auf die Fixkosten an

 

Tragen Sie jetzt, als aufgeklärter und cleverer Bauherr, diese Beispielrechnung dem Hausverkäufer vor, gibt es nur noch ein Gegenargument, mit dem man Sie vom „ohne-Keller-bauen“ überzeugen möchte, nämlich dem Tiefbau.

Auch hier ist klar zu sagen, dass Sie bei einem normalen Grundstück keine Angst vor den Kosten des Tiefbaus haben müssen. Denn der Tiefbauer  muss auch bei einer Bodenplatte kommen, Erde beiseite schieben, ein Schotterbett anlegen und dieses verdichten. Die Arbeiten bei einer Haus-Bodenplatte sind die gleichen wie bei der Keller-Bodenplatte, nur etwas tiefer. Dazu gleich mehr in der Bilderstrecke.

Mitdenkende aber noch unwissende Leser werden argumentieren, das bei einem Keller noch der Aushub anfällt. Richtig, aber: Ein Bagger muss sowie kommen und das Grundstück öffnen, schließlich müssen Kanäle und Hausanschüsse, auch unter der Bodenplatte, verlegt werden. Und die Kanalschächte setzt ein Tiefbauer auch bei einem Bodenplatten-Haus nicht mit einem Spaten oder einer Schaufel. Ohne schweres Gerät geht es also nicht.

 

Erdarbeiten Bodenplatte – Beispiele und Bilder

 

Bagger, Rüttelplatte und Schotterbett werden, wie hier bei der Vorbereitung für die Haus-Bodenplatte, stets benötigt. Das teure am Tiefbau sind die Fixkosten, nicht die variablen Kosten.

 

Sehen Sie hinten den Erdhügel? So viel größer wird er auch nicht, wenn man mit Keller baut. Denn oft kann der Aushub genutzt werden, um den Keller zu verfüllen. Baut man mit Bodenplatte, ist ein verfüllen nicht möglich.

 

Da die Arbeiten im Tiefbau also fast gleich sind, außer das der Bagger das Loch nur etwas vergrößert, macht es auch hier von den Kosten her keinen zu großen Unterschied. Denn die Fixkosten sind das teure beim Tiefbau, die variablen Kosten eher weniger.

Selbst wenn wir für Aushub und längere Betriebszeit des Baggers hohe 10.000 Euro ansetzen, haben Sie immer noch 20.000 Euro gespart, die Sie zum Beispiel in die Ausstattung stecken können.

 

Fertigkeller-Tipps

 

Tipp 1: Sollte die Finanzierung schon stehen, lassen Sie Ihr einfach Geld am Konto. Mit 20.000 Euro können Sie vermutlich schon mal zwölf Monate lang Ihren Kredit bedienen.

Tipp 2: Schauen Sie auf das Titelbild. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Auch bei Bodenplatten muss der Bagger kommen, es muss verdichtet und geschottert werden und auch Kanäle werden bei Häusern auf Bodenplatte tief in den Boden gesetzt. Denken Sie an Ihr Portemonnaie, nicht an das der Hausverkäufers.

Tipp 3: Wer noch ganz am Anfang steht, kann sich mit dieser Dienstleistung auf die Verkaufsgespräche in den Musterhäusern bestens vorbereiten und sehr viel Geld sparen, denn mache meiner Vorschläge zu den Themen Keller, Fertigkeller und Bodenplatte sind, wie oben zu lesen, mehrere 1000 Euro wert: http://www.kellerexperte.com/produkt/realitaetscheck/

 

Das war:

Was kostet ein Keller?

 

2 Kommentare
  • G. Karstens
    Verfasst am 12:05h, 03 Februar Antworten

    Sehr hilfreich.

  • M. Burgstaller
    Verfasst am 16:39h, 05 Februar Antworten

    1028 EURO DANK KELLEREXPERTE GESPART, MB

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